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13
Juni

Abeneuer auf Örtze, Aller und Oker

In der Zeit vom dritten bis zum siebten Juni 2026 habe ich zusammen mit meiner Freundesgruppe und noch vielen anderen tollen Menschen nicht nur eine Menge erlebt, sondern auch eine Menge Neues gelernt.
Unsere Woche war nämlich weitaus mehr als nur Paddeln.
Als wir Mittwoch, gefahren von Gerhard und Ilona, gegen Abend ankamen, war das Erste, was wir taten, den Campingplatz zu erkunden – ein abgelegenes, stilles Örtchen nahe bei Lachendorf, ganz voller Natur und direkt an einen Fluss angrenzend, in dem man sogar bei leichter Strömung baden und paddeln konnte.
Als wäre das nicht genug, gab es außerdem eine große Lagerfeuerstelle, an der wir abends unseren Tag mit Musik und Gesang von Svea und Maya ausklingen ließen.
Da die Fahrt mit knapp 3 Stunden ziemlich anstrengend war, bauten wir zuletzt noch unsere Zelte auf und gingen eiskalt duschen, da wir vergaßen die Heizung für das Wasser einzustellen…
Aber der Kälteschock war am nächsten Morgen schnell vergessen, da Leif uns netterweise mit warmen Brötchen frisch vom Bäcker weckte!
Mit Brotdosen und Kentersäcken bewaffnet, fuhren wir dann nach gemeinsamen Boot-Aufladen zu unserem ersten Paddel-Stop: Winsen an der Aller.
Das Wetter war zunächst gut und wir freuten uns mit etwas Nervosität auf das erste Mal zusammen paddeln.
Am Anfang lief auch alles gut und fast niemand, außer Benjamin, der es unglaublicherweise insgesamt ganze viermal schaffte und Maya, hatte Probleme mit dem Kentern.
Die Strecke war zwar etwas eng und verwachsen, das war aber nicht das eigentliche Problem, dem wir nach kurzer Zeit gewidmet waren: dem Wetter.
Nachdem die Sonne nämlich hinter dicken und dunklen Wolken verschwand, begann es plötzlich wie wild zu gewittern und zu hageln. Donner überall um uns herum und kaum Möglichkeiten, aus dem Wasser zu steigen, wo Gerhard unglücklicherweise einen seiner Schuhe im Schlamm verlor.
Um wieder umzukehren war es aber auch zu spät, das hieß: durchhalten!
Nachdem wir uns also bei Starkregen und Hagel wie Abenteurer durch Büsche und Bäume kämpften, erreichten wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder das Auto, mit dem wir dann Svea und Victoria einsammelten, die sich Schutz vor dem Gewitter bei einem Campingplatz gesucht hatten.
Da wir dann auch noch unsere Kentersäcke verwechselt hatten, lief lustigerweise jeder in Klamotten von jemand anderem herum. Ich zum Beispiel trug am Ende ein Oberteil von Paula und die Hose von Benjamin, nachdem ich mich mit einem von Leifs Handtüchern abgetrocknet hatte!
Erschöpft und müde fuhren wir dann wieder zurück zum Campingplatz, wo uns dieses Mal zum Glück eine heiße Dusche erwartete.
Verrückterweise war das Wetter dort sonnig und warm, weshalb wir zum Abendessen alle zusammen grillten, bevor wir fix und fertig ins Bett fielen.
Da das Wetter am Freitag jedoch nicht wirklich besser aussah und auch dann Regen angesagt war, verbrachten wir diesen Tag alle zusammen am Campingplatz und in Lachendorf.
Wir gingen Eis essen, erkundeten die Stadt und kauften leckeren Spargel ein, den uns Ilona abends zubereitete.
Da der Tag uns zum Glück trotzdem noch ein paar warme und sonnige Stunden gönnte, gingen wir schließlich noch in dem angrenzenden Fluss baden, bevor wir den Tag mit einem gemeinsamen Beauty-Abend ausklingen ließen.
Am Samstag gingen wir bei sonnigem Wetter ein letztes Mal am Okerwehr in Meinersen paddeln, wo wir sogar eine Stromschnelle hinunterpaddelten, was sehr viel Spaß machte.
Anders als am Donnerstag ging dort alles gut, bis auf die Tatsache, dass Benjamin es, mit etwas Unterstützung von Leif, beim Aussteigen erneut schaffte, zu kentern.
Nichtsdestotrotz änderte das nichts an dem wunderschönen Wetter, weshalb wir erneut an dem eiskalten, aber sehr schönen Flussufer baden gingen, das sogar über eine Wasserschaukel verfügte.
Zum Essen gab es diesen Abend leckere Nudeln mit Bolognese und Pfannengemüse, zubereitet von Leif und Ilona.
Danach spielten wir noch einige Gesellschaftsspiele und Kicker, bevor es traurigerweise schon Zeit war, unsere Sachen zu packen.
Am Sonntag war es dann leider so weit – die Abreise stand an.
Wir verabschiedeten uns alle von Meggy, Maik und Theo, die uns alle begleitet und unterstützt hatten, und machten uns dann wieder mit Ilona und Gerhard auf den Rückweg, der zumindest bei Leif, Paula, Gerhard und mir aufgrund von Stau länger dauerte.
Nachdem wir dann auch endlich, nach einem staubedingten Abstecher im Harz, wieder in Bad Emstal eintrudelten, wuschen wir als Dankeschön noch das Auto von Tom, das er uns für die Woche geliehen hatte – danke, Tom!
Zusammenfassend war diese Woche trotz der wetterbedingten Umstände wunderschön. Wir haben gelernt, mit chaotischen und unerwarteten Ereignissen umzugehen und sind mehr als nur einmal über unseren eigenen Schatten gesprungen.
Obendrauf haben wir außerdem eine Menge toller Menschen kennengelernt und Unmengen an Spaß zusammen gehabt, den wir auf jeden Fall gut in Erinnerung behalten werden.
Wer also überlegt, an einer Tour der Freien Kanu Sportler teilzunehmen, sollte dies auf jeden Fall tun.
Wir können es euch auf jeden Fall nur ans Herz legen!
Ein großes Dankeschön möchte ich abschließend noch an Gerhard und Ilona richten, ohne deren organisatorische Bereitschaft und Offenheit all dies nicht möglich gewesen wäre.

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