{"id":8422,"date":"1992-05-10T10:22:00","date_gmt":"1992-05-10T10:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/entwicklung.fks.diwete.de\/?p=8422"},"modified":"2020-03-02T18:38:28","modified_gmt":"2020-03-02T18:38:28","slug":"1992-vereinsfahrt-nach-mecklenburg-vorpommern-und-brandenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/?p=8422","title":{"rendered":"Vereinsfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf der Suche nach neuen Paddelrevieren gelangten die FREIEN KANU-SPORTLER in diesem Jahr zur Seenplatte von Mecklenburg und Brandenburg. Nachdem Familie Raabe schon einige Wochen fr\u00fcher die&nbsp;&nbsp;Gegend erkundet hatte, machten wir uns zu diesem, f\u00fcr uns &#8222;Wessis&#8220; Neuland, auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 14 Tage wollen wir hier zusammen unseren Urlaub verbringen, 4 Erwachsene, 4 Jugendliche, 1 Kleinkind und ein Hund. Zum Paddeln gibt es &#8222;tausende von M\u00f6glichkeiten&#8220;, viele Seen sind hier miteinander verbunden, und daher durchg\u00e4ngig befahrbar.&nbsp;&nbsp;Lediglich bei Wind sollte man die gr\u00f6\u00dferen Seen meiden, um sich nicht unn\u00f6tig in Gefahr zu begeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch vor unserem Bericht, ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit. Das Oberfl\u00e4chenrelief der Landschaft ist fast ausschlie\u00dflich Ergebnis der geologischen Entwicklung. Es ist gepr\u00e4gt durch die hohen, langgestreckten Endmor\u00e4nenz\u00fcge, die teilweise eine H\u00f6he von \u00fcber 50 Meter aufweisen, die h\u00fcgeligen und kuppigen Grundmor\u00e4nen, die flachen Sander, die verschiedenartigen Flie\u00dfgew\u00e4sser und die \u00e4u\u00dferst zahlreichen Seen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe. Neben dem Relief und den Gew\u00e4ssern pr\u00e4gt vor allem die Pflanzendecke das Landschaftsbild. Seit der j\u00fcngeren Steinzeit (3000 &#8211; 1800 Jahre vor unserer Zeitrechnung) hat der Mensch mit zunehmender Intensit\u00e4t die nat\u00fcrliche Pflanzendecke entscheidend beeinflu\u00dft. In Zuge der Waldrodung entstanden Siedlungen, \u00c4cker, verschiedenartige Wiesen, Heiden und Hutungen. Der Mensch ver\u00e4nderte auch den Wasserhaushalt der Landschaft. Seit dem 13. Jahrhundert wurde mit der Errichtung von M\u00fchlenstaus, der Verlegung von Bachl\u00e4ufen und dem Seeaufstau begonnen. Im 15. und 16. Jahrhundert kamen gr\u00f6\u00dfere Flu\u00dfregulierungen und Kanalbauten hinzu. Auch Moore wurden durch Entw\u00e4sserung f\u00fcr den Torfabbau und die landwirtschaftliche Produktion genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach diesem Schwenk in die Vergangenheit, wieder zur\u00fcck in die Gegenwart. Samstags ging es dann endlich los. Wir fahren mit unseren VW- Bussen auf der Autobahn gen Norden bis Soltau, machen dort eine ausgiebige Pause, bevor es weiter geht, quer durch Mecklenburg zum M\u00fcritzsee. Die Stra\u00dfen au\u00dferhalb der Ortschaften sind erstaunlich gut, zumindest was die Hauptverkehrswege betrifft. Seit der Wende hat sich im Stra\u00dfenbau sehr viel getan. Nur in den Ortschaften ist langsames Fahren angesagt, um nicht einen Achsenbruch oder zumindest eine Spurverstellung zu riskieren und mit R\u00fccksicht auf die Bewohner, die zwischenzeitlich mit einem erh\u00f6htem Verkehrsaufkommen konfrontiert sind. Die Ortsdurchfahrten sind meistens mit herrlichen hohen Alleeb\u00e4umen ges\u00e4umt, so da\u00df wir bei der Hitze stets im Schatten fahren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ca. 500 km Autofahrt kommen wir abends am Campingplatz B\u00f6ker M\u00fchle an. Der Campingplatz ist recht gro\u00df und liegt mitten im Wald. Wir finden schnell ein schattiges Pl\u00e4tzchen und bauen unsere Zelte auf. Zum Badestrand am M\u00fcritzsee sind es nur wenige Meter. Der Name M\u00fcritz stammt aus dem Slawischen und hei\u00dft &#8222;Meer&#8220;. Mit einer Fl\u00e4che von 116,8 qkm sowie 28 km L\u00e4nge und durchschnittlich 8 km Breite, (gr\u00f6\u00dfte Breite: Sielower Bucht &#8211; B\u00f6ker Ufer = 14 km) ist er nach dem Bodensee der zweitgr\u00f6\u00dfte See Deutschlands. An der M\u00fcritz gibt es den gr\u00f6\u00dften Bestand an Fisch- und Seeadlern in Mitteleuropa. Der Campingplatz selbst ist zwar f\u00fcr &#8222;westliche Anspr\u00fcche&#8220; recht primitiv ausgestattet, es gibt nur Plumpsklos und Waschm\u00f6glichkeiten im Freien. Daf\u00fcr aber in landschaftlich hervorragender Lage- f\u00fcr uns genau das Richtige.<\/p>\n\n\n\n<p>Frisch ausgeruht nach der langen Autofahrt, geht es dann am n\u00e4chsten Tag in die Boote. Wir setzen direkt an &#8222;unserem Badestrand&#8220; ein, fahren dann nur wenige hundert Meter \u00fcber den M\u00fcritzsee in den Bolter Kanal, \u00fcber Caarpsee und Woterfitzsee und wieder zur\u00fcck zu unserem Ausgangspunkt. Unterwegs sehen wir einen Roten Milan auf Beutezug, viele Fische, bl\u00fchende Seerosen, sowie an den Kan\u00e4len h\u00fcbsche Bootsh\u00e4user. Heute, wie auch an den folgenden Tagen ist es ausgesprochen hei\u00df. Die Wassertemperaturen liegen \u00fcber 20 Grad Celsius. Wir baden recht viel. Vom Boot aus gibt es viele lustige Wasserschlachten. Das Kenterrollentraining kommt bei solch optimalen Bedingungen nat\u00fcrlich auch nicht zu kurz. Jan, unser Anf\u00e4nger, kommt gut zurecht und wir staunen nicht schlecht, als er schon 3 Tage sp\u00e4ter die Eskimorolle beherscht, obwohl er nie vorher in einem Wildwasserkajak gesessen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dieser Einstimmung auf unseren Urlaub, wartet am kommenden Tag ein kleines Abenteuer auf uns. Auf unserer topographischen Karte haben wir einen kleinen See gefunden, mit Verbindung zum \u00fcblich befahrenen Woterfitzsee. Die Suche der Einsatzstelle mit unseren Fahrzeugen gestaltet sich sehr schwierig. Aber mit Hilfe eines freundlichen Einheimischen finden wir uns dann doch im Gewirr der immer schlechter werdenden Sandwege zurecht. Die Sucherei hat sich gelohnt, ein wundersch\u00f6ner See mit vielen Seerosen und klarem Wasser liegt vor uns. Schnell sind die Boote abgeladen und zu Wasser gelassen. Vorsichtig durchqueren wir den See. Der Ausflu\u00df ist erst nach genauerem Hinschauen im Schilfg\u00fcrtel auszumachen. Der dann folgende Bachlauf ist stark verkrautet, aber anfangs noch fahrbar. Jedoch nach einst\u00fcndiger Paddelei geht nichts mehr. Wir sitzen fest. Um uns herum str\u00f6mt \u00fcbel riechendes Sumpfgas aus, und nicht nur die J\u00fcngsten unter uns denken dabei an Moorleichen und andere Gruselgeschichten. Nach Erkundung der Lage gibt es nur eine M\u00f6glichkeit weiterzukommen: 1 Kilometer Boote umtragen, um dann wieder in den nicht mehr so stark zugewachsenen Kanal einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stimmen werden laut wieder umzukehren, doch der Ehrgeiz treibt uns weiter. Erstaunlich gut lassen sich die Boote \u00fcber den sandigen Boden schleifen. Selbst der zentnerschwere Indio (Zweier Schlauchbootcanadier) mit Gep\u00e4ck l\u00e4\u00dft sich so bewegen. Unser Kleinster, der zweij\u00e4hrige Dimitri, stapft tapfer mit Mama und Socke, dem Wolfsspitz, hinter dem von Papa gezogenen Indio her. Es ist ausgesprochen hei\u00df und wir kommen ganz sch\u00f6n ins schwitzen. Selbst den Moskitos ist es wohl heute zu warm, denn sie lassen uns einigerma\u00dfen in Ruhe. Die Folgestrecke ist relativ leicht zu paddeln, und der Woterfitzsee ist bald erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dieser anstrengenden Tour beschlie\u00dfen wir, den folgenden Tag mit Faulenzen, Essen und Baden zu verbringen. Jan, unser Neuling, lernt an diesem Tag die Kenterrolle, und die, die sie schon k\u00f6nnen, feilen weiter an ihrer Technik und k\u00fchlen sich bei 30 Grad im Schatten im badwarmen Wasser ab.<\/p>\n\n\n\n<p>An den folgenden Tagen machen wir noch einige sch\u00f6ne Touren in der n\u00e4heren Umgebung. Wir fahren dann aber weiter in Richtung Mirow zu unserem neuen Standquartier, einem einsam im Wald gelegenen Campingplatz. Durch die \u00e4u\u00dferst schlechte Stra\u00dfenanbindung &#8211; es existiert nur ein schwierig zu befahrener Sandweg &#8211; ist er auch nicht \u00fcberlaufen. Die Trinkwasserversorgung geht \u00fcber einfache Saugpumpen, die Toiletten entsprechen &#8222;DDR Standart&#8220;. Im Gegensatz zur Stra\u00dfenanbindung ist die Seenanbindung hervorragend. Wir k\u00f6nnen an den folgenden Tagen wieder direkt vom Campingplatz zu umfangreichen Rundtouren starten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einigen \u00dcberredungsk\u00fcnsten starten wir auch wieder eine kleine Abenteuerfahrt ins Ungewisse. Nach unserer topographischen Karte besteht die M\u00f6glichkeit, \u00fcber einen sehr kleinen Kanal, vorbei an einem kleinen, mitten im Wald gelegenen See, eine Abk\u00fcrzung zu fahren. Nach anf\u00e4nglicher Skepsis stellt sich die Karte als ungew\u00f6hnlich exakt heraus. Der Kanal l\u00e4\u00dft sich zwar nicht durchg\u00e4ngig befahren, aber Treideln (Boote durchs Wasser ziehen) klappt in jedem Fall. Nur die M\u00fccken machen uns auf dieser Strecke einiges zu schaffen, jedoch sp\u00e4testens auf dem gro\u00dfen See k\u00f6nnen sie uns nichts mehr anhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit ein Paddelrevier zu erkunden, sind Gep\u00e4ckfahrten. Man kann mit &#8222;Sack und Pack&#8220; mehrere Tage unterwegs sein und dabei in sonst nie mit dem Auto erreichbare sch\u00f6ne Gegenden gelangen. Mit einem Kleinkind in der Gruppe und einigen unerfahrenen Gep\u00e4ckfahrern kein einfaches Vorhaben. Wir haben f\u00fcr unsere dreit\u00e4gige Wanderfahrt die obere Havel ausgesucht. Die Havel besteht in ihrem Oberlauf haupts\u00e4chlich aus aneinander gereihten Seen, die durch Kan\u00e4le miteinander verbunden sind. Durch den Ausbau mit Schleusen ist sie auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Boote befahrbar. Wir wollen in Wesenberg starten. Am Ellenbogensee wollen wir sp\u00e4ter die Havel verlassen, um in den Rheinsberger Gew\u00e4ssern die Stadt Rheinsberg zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir die Fahrzeuge vorgebracht haben, geht es mit unseren vollbeladenen Booten aufs Wasser. Nur sehr langsam kommen wir voran, keine Str\u00f6mung hilft uns. Gott sei Dank haben wir keinen Gegenwind. Bei einem Fischer kaufen wir unser Abendbrot: je 2 gro\u00dfe Zander und Seeforellen. An der Schleuse in Strasen Prieper machen wir eine weitere Zwangspause, erst bei der zweiten Schleusung kommen wir durch. M\u00fcde von der anstrengenden Paddelei legen wir am sp\u00e4ten Nachmittag an einer einsamen Halbinsel an, um hier unser Nachtquartier aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir befinden uns an einem einsamen See, der nur mit kleinen Booten erreichbar ist. Wir werden daher heute Abend von stinkenden und knatternden Motorbooten verschont bleiben. Seit Wochen hat es nicht geregnet, alles ist &#8222;pulvertrocken&#8220;- zur Zeit besteht h\u00f6chste Waldbrandgefahr. Wir machen daher kein offenes Feuer. Unser Fisch wird auf dem mitgebrachten Gaskocher zubereitet. Nach dem Essen genie\u00dfen wir einen herrlichen Sonnenuntergang. Wir sehen viele Wasserv\u00f6gel, und auch gro\u00dfe Fische, die von Zeit zu Zeit springen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige von uns sind wohl noch nicht m\u00fcde und beschlie\u00dfen daher, eine kleine Nachtwanderung zu machen. Im Wald ist es bald stockdunkel. Nur die wei\u00dfen Pfoten unseres &#8222;Sp\u00fcrhundes Socke&#8220; kann man noch einigerma\u00dfen erkennen. Socke f\u00fchrt uns dann auch mit sicherem Instinkt zur\u00fcck zu unserer Biwakstelle, wo wir uns totm\u00fcde in den Schlafs\u00e4cken verkriechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen sind wir schon fr\u00fch auf den Beinen. Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck packen wir unsere Sachen zusammen und gehen weiter auf Tour. Am Ellenbogensee angekommen, biegen wir rechts ab um in die Rheinischen Gew\u00e4sser zu gelangen. Am fr\u00fchen Nachmittag ziehen Wolken auf, es wird windig. Wir beschlie\u00dfen, heute Schlu\u00df zu machen. An einer umgefallennen alten Eiche finden wir einen geeigneten Platz. Gerade haben wir unsere Zelte aufgebaut, da f\u00e4ngt es auch schon, wie aus Eimern, an zu regnen. Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren wir drau\u00dfen Stimmen, zwei Berliner Familien mit ihren Faltbooten haben nicht unser Gl\u00fcck und suchen Schutz vor dem immer heftiger werdenden Regen. Wir bitten sie in unsere zwar sehr kleinen, aber trockenen Zelte, was dankbar angenommen wird. Nach gut einer Stunde ist der Regen vorbei und die Sonne kommt schnell wieder hervor. Wir bauen unser Sonnensegel auf und entfachen darunter ein kleines Feuer. Heute gibt es Bannoks (Indianerbrot) und zum Nachtisch Pop-Korn, alles direkt auf dem Feuer zubereitet. Es schmeckt allen sehr gut und nach den \u00fcblichen K\u00fcchenarbeiten bleibt noch gen\u00fcgend Zeit zum Faulenzen, Baden und sp\u00e4ter f\u00fcr einen kleinen Spaziergang, wo wir eine Hirschkuh beim \u00c4sen beobachten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4t abends, wir liegen schon lange in den Schlafs\u00e4cken, kommt Wind auf, der sich an den folgenden Tagen nicht mehr legen soll. Da pl\u00f6tzlich ein Schrei aus einem der Zelte: &#8222;Jemand streift um unser Zelt herum&#8220;. Wir m\u00fcssen alle laut lachen, als sich herausstellt, da\u00df dieser Jemand, unser, von M\u00fccken geplagter Hund ist. Die Nacht verl\u00e4uft danach ohne weitere Zwischenf\u00e4lle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach unserer Lagebesprechung beim Fr\u00fchst\u00fcck des folgenden Tages, beschlie\u00dfen wir die Tour abzubrechen. Zu gro\u00df ist das Risiko einer Kenterung mitten auf den Seen, sowie die Strapazen, bei Gegenwind mit vollbeladenen Booten zu paddeln. Im Windschatten k\u00e4mpfen wir uns bis zur n\u00e4chsten Ansiedlung, um von dort aus unsere Autos nachzuholen. Wir haben Gl\u00fcck und erreichen gerade noch rechtzeitig an einer Bushaltestelle den Linienbus, der uns auf direktem Weg nach Rheinsberg zu unserem Fahrzeug bringt. Schnell ist das andere Fahrzeug in Weinsberg nachgeholt, die Boote nebst Gep\u00e4ck verladen und zu unserem neuen Standquartier bei Rheinsberg gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser neuer Campingplatz liegt idyllisch auf der Halbinsel am Schlabornsee und verf\u00fcgt sogar \u00fcber eine Dusche mit warmen Wasser und WC. Wir finden einen sch\u00f6nen Platz direkt am Wasser gelegen und f\u00fcr den kleinen Dimitri einen Spielplatz am anderen Seeufer in Zechlinerh\u00fctte. Das war mal was anderes: Die Gro\u00dfen paddeln ihn zum Spielplatz!<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Tag sehen wir uns Rheinsberg an. Der &#8222;Alte Fritz&#8220; soll in Rheinsberg die gl\u00fccklichsten Jahre seines Lebens verbracht haben. Theodor Fontane zeigte sich von der Sch\u00f6nheit der Stadt und ihrer Umgebung beeindruckt und huldigte ihr in seinen &#8222;Wanderungen durch die Mark Brandenburg&#8220; und im &#8222;Stechlin&#8220;. Schlie\u00dflich w\u00e4hlte Kurt Tucholsky Rheinsberg zum romantischen Schauplatz f\u00fcr seinen Bestseller, das &#8222;Bilderbuch f\u00fcr Verliebte&#8220;. Das Zentrum Rheinsbergs bilden der Marktplatz und der sog. Triangelplatz, der vorbei am Marstall und \u00fcber einen mit Seerosen bewachsenen Wassergraben die Verbindung zur Hauptattraktion Rheinsbergs herstellt: Schlo\u00df Rheinsberg. 300000 Taler kosteten Friedrich Wilhelm I. in den Jahren 1734 &#8211; 39 Erwerb und Umbau des Renaissance- Wasserschlosses f\u00fcr seinen Sohn, den jungen Friedrich. &#8222;Mein Sanssouci&#8220; nannte der Kronprinz sein Refugium. Originalbestandteile des fr\u00fcheren Schlosses blieben im Kern erhalten. 1736 bezog der Kronprinz das sich an die Bucht des Grienericksees anschmiegende Schlo\u00dfterrain. &#8222;Friedrich zu eigen, der hier die Mu\u00dfe pflegte, 1739&#8220;, verr\u00e4t die Widmungsinschrift \u00fcber dem Schlo\u00dfportal.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Spaziergang durch den Schlo\u00dfpark machen wir einen Einkaufsbummel und sp\u00e4ter vergn\u00fcgen wir uns auf dem Rummelplatz, der so aussieht, als w\u00e4re er in den F\u00fcnfziger Jahren hier vergessen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag geht es wieder aufs Wasser. Diesmal wollen wir auf dem Rhin paddeln, einem kleinen Fl\u00fc\u00dfchen mit vielen Kurven und klarem Wasser. In Rheinshausen und Zippelsf\u00f6rde treffen wir bekannte Kanuten aus Kassel und Bad Hersfeld. Nach einem gemeinschaftlichen Foto teilen sich unsere Wege aber wieder. Unterwegs am Rhin sehen wir einen Seeadler und viele Eisv\u00f6gel. Eine Ricke mit ihrem Kitz duckt sich hinter dem Geb\u00fcsch nahe am Ufer, um nicht von uns gesehen zu werden. Wir finden den Rhin sehr sch\u00f6n und einige von uns befahren ihn am darauffolgenden Tag noch einmal.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher als geplant treten wir danach die Heimreise an, denn unser &#8222;Kenterrollenspezi&#8220; hat Mumps bekommen. Wir machen noch einen Tag in der L\u00fcneburger Heide, in M\u00fcden an der \u00d6rtze, Rast, und kommen Donnerstagabend wieder zu Hause an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach neuen Paddelrevieren gelangten die FREIEN KANU-SPORTLER in diesem Jahr zur Seenplatte von Mecklenburg und Brandenburg. Nachdem Familie Raabe schon einige Wochen fr\u00fcher die&nbsp;&nbsp;Gegend erkundet hatte, machten wir uns zu diesem, f\u00fcr uns &#8222;Wessis&#8220; Neuland, auf.&nbsp; Rund 14 Tage wollen wir hier zusammen unseren Urlaub verbringen, 4 Erwachsene, 4 Jugendliche, 1 Kleinkind&#8230; <\/p>\n<div class=\"clear\"><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/?p=8422\" class=\"excerpt-read-more\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-8422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8422"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8522,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422\/revisions\/8522"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}