{"id":8384,"date":"1991-02-11T22:51:00","date_gmt":"1991-02-11T22:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/entwicklung.fks.diwete.de\/?p=8384"},"modified":"2020-03-02T18:57:38","modified_gmt":"2020-03-02T18:57:38","slug":"1991-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freie-kanu-sportler.de\/?p=8384","title":{"rendered":"Regen"},"content":{"rendered":"\n<p>H\u00f6hepunkte f\u00fcr uns Kanuten sind die Urlaubsfahrten, denn hier hat man mehr Zeit als an den verl\u00e4ngerten Wochenenden und auch eine weite Anreise lohnt sich. Leider sind diese Fahrten in den meisten F\u00e4llen nur Einzelfahrten. Angespornt durch unsere gut angelaufenen gemeinsamen Unternehmungen, wollten die Vereinsmitglieder einen Teil des Urlaubs zusammen verbringen. Angenehm \u00fcberrascht, \u00fcber die gute Teilnahme,- nur ein Mitglied konnte an dieser Fahrt nicht teilnehmen-, fuhren wir in den Sommerferien f\u00fcr eine Woche an den Regen. Unser vorl\u00e4ufiges Ziel war der land-schaftlich sch\u00f6n gelegene H\u00f6llensteinstausee. Wir kamen erst in der Dunkelheit hier an. Es hatte den ganzen Tag geregnet. Die Zelte mu\u00dften im Feuchten aufgebaut werden. Sollte uns der Wettergott dieses Mal nicht wohl gesonnen sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten Gl\u00fcck. Am n\u00e4chsten Morgen war es zwar noch stark neblig, aber von Regen keine Spur. Daf\u00fcr aber viel Regen-Wasser vor der T\u00fcr, denn unsere Zelte standen direkt am gleichnamigen Flu\u00df. Das regnerische Wetter hat aber auch etwas Gutes f\u00fcr uns Kanuten. Der Wasserstand des Regen war so weit gestiegen, da\u00df es eine Wonne war, zu paddeln. Bei hochsommerlichen Temperaturen starteten wir zur Befahrung des 1. Teilst\u00fcckes. Die Einsatzstelle war direkt am Zeltplatz. Die landschaftlich sch\u00f6ne Strecke sorgte f\u00fcr gute Laune. Selbst die Umtragestellen an den hier unfahrbaren Wehren konnten daran nichts \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kr\u00f6nender Abschlu\u00df dieser sch\u00f6nen Fahrt sollte aber die Flo\u00dfgasse in Chamerau sein. Selbst die routinierten Paddler unter uns waren \u00fcberrascht \u00fcber den &#8222;Hammer&#8220; in Form einer Walze, der uns im Auslauf das Wasser \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen lie\u00df. Es ging aber alles gut und selbst unsere Zweierbesatzung kam gut durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bedingt durch den guten Wasserstand fa\u00dften wir den Entschlu\u00df, am kommenden Tag den oberen Teil des Regen zu befahren. Diese Strecke ist nur bei ausreichendem Wasserstand, im Sommer eine Seltenheit, befahrbar. Der Regen flie\u00dft auf dieser Strecke durch eine einsame, ca. 30 km lange Waldschlucht, mit einigen sch\u00f6nen Wild-wsserpassagen. Bedingt durch lang anhaltende Regenf\u00e4lle war der Wasserstand des Regen soweit angestiegen, da\u00df auch der obere Teil dieses sch\u00f6nen Flusses be-fahren werden konnte. Eine Beschreibung dieser Strecke liest sich folgenderma\u00dfen: sauberes Wasser, sehr abwechslungsreiche Land-schaft, unterhalb des Ortes Regen einsames Tal, fast 30 km ohne Siedlung. Hier flotte Str\u00f6mung mit Felsen im Flu\u00dfbett, im &#8222;B\u00e4renloch&#8220; sowie Gumpenrieder Schwall Wildwasserschwierigkeiten. Eine nicht \u00fcbertriebene Schilderung, trafen wir doch auf der gesamten Strecke nur einen Angler und im B\u00e4renloch kamen auch die Wildwasserfahrer unter uns auf ihre Kosten. Landschaftlich f\u00fchlten wir uns zeitweise in die W\u00e4lder Kanadas versetzt. Auf den Boden der Realit\u00e4t wurden wir dann in Teisnach zur\u00fcckgeholt, denn hier wird das gesamte Wasser in einen unfahrbaren Kanal umgeleitet, um dann in einer Papierfabrik &#8222;mi\u00dfbraucht&#8220; zu werden. Leider ist die Verschmutzung durch diese Fabrik nicht unerheblich, obwohl sich das Wasser auf der folgenden Strecke schnell wieder regeneriert. Doch am Ende seiner Reise an der M\u00fcndung des Regen in die Donau bei Regensburg, wird es wieder zur Kloake durch die hier ans\u00e4ssige Papierindustrie. Weiterhin bescherte uns die erstgenannte Fabrik eine ca. 1 km lange Umtragestrecke entlang des trockenen Flu\u00dfbettes. Bei Wasserdurchflu\u00df wird hier der Wildwasserschwierigkeitsgrad 4 erreicht. Ein, wie schon so oft, durch Menschenhand zer-st\u00f6rtes St\u00fcck Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Tag wollten wir ausnahmsweise mal nicht paddeln, sondern etwas f\u00fcr unsere Beine tun. Morgens ging es Richtung Arbersee. Nach einigen rasanten Rodelfahrten auf einer Sommerrodelbahn und arg strapazierter Brieftasche, besannen wir uns auf das kosteng\u00fcnstigere Wandern. Am total \u00fcberlaufenen Arbersee beginnt ein herrlicher, aber recht beschwerlicher Wanderweg, auf dem man \u00fcber die &#8222;Seewand&#8220; bis zum Gro\u00dfen Arber (1456m hoch) emporsteigen kann. Ist man erst einmal in der Seewand, begegnet man kaum jemanden mehr. Der Aufstieg wird belohnt durch einen herrlchen Blick auf den Arbersee. Unterwegs geht es \u00fcber steile Fels- und Wurzeltreppen, \u00fcber viele kleine Rinnsale und durch hohen Farn. M\u00fcde, aber zufrieden erreichten wir am sp\u00e4ten Nachmittag wieder unseren Ausgangspunkt.<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Tagen befuhren wir bei weiter steigenden Temperaturen den unteren Teil des Regen, immer noch landschaftlich ansprechend und ohne Schwierigkeiten. Sogar unser J\u00fcngster, der einj\u00e4hrige Dimitri, hatte seine wahre Freude auf dieser Fahrt, gab es doch dauernd etwas zu sehen und wenn die vielen Eindr\u00fccke zu anstrengend wurden, machte er einfach die Augen zu und schlief sicher in seiner Schwimmweste ein, bis zur n\u00e4chsten interessanten Neuigkeit. Mit Baden, Grillen und langen Sommerabenden auf den Seeterrassen des Neub\u00e4uer Sees, lie\u00dfen wir unsere Ferien ausklingen. Uns allen hatte diese Urlaubswoche so gut gefallen, da\u00df wir beschlossen, eine weitere gemeinsame Fahrt in den Herbstferien zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6hepunkte f\u00fcr uns Kanuten sind die Urlaubsfahrten, denn hier hat man mehr Zeit als an den verl\u00e4ngerten Wochenenden und auch eine weite Anreise lohnt sich. Leider sind diese Fahrten in den meisten F\u00e4llen nur Einzelfahrten. 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